The Care-Revolution is coming…

Auf dem Blog Medienrealität ist am 16.2.2020 folgender Beitrag von mir erschienen:

„Es braucht eine Care-Revolution und es braucht eine öffentliche, politische Debatte darüber“, sagt Barbara Thiessen (FH Landshut, IKON) gegen Ende ihres Vortrags „Doing family while doing care : Wie Familie gemacht wird“. Anlass ist die Vortragsreihe „GENDERGRAPHIEN XI“ zum Thema „Geschlecht und Familie“, veranstaltet von Paula-Irene Villa, Lehrstuhlinhaberin am Institut für Soziologie der LMU München.

Aber worüber möchte Thiessen einen öffentlichen Diskurs? Zwar verzeichnen Frauen im Zuge der Gleichberechtigungsbemühungen auf allen institutionellen Ebenen Autonomiegewinne, ein strukturelles Nachdenken über Zuständigkeiten für Familie und Fürsorge bleibt allerdings oftmals aus.

Thiessen liefert eine solche strukturelle Sichtweise, wenn sie historisch herleitet, dass das Konzept Familie gerade keine historische Konstante ist, sondern immer auch auf ökonomischen Wandel reagiert. So kann etwa die Verflüssigung von familialen Leitbildern auch als Anpassung vor dem Hintergrund neuzeitlicher ökonomischer Bedingungen gelesen werden (Flexibilisierung, Digitalisierung, Entgrenzung der Arbeitswelt, kognitiv-kultureller Kapitalismus, vgl. Reckwitz 2019).

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