Rousseau über die Mutter

„Verschwendete Worte! Selbst der Überdruss an den Lustbarkeiten der Welt führt nicht mehr
zurück. Die Frauen haben aufgehört Mütter zu sein, und sie werden es nicht wieder: sie wollen es
nicht mehr sein. Selbst wenn sie es wollten, sie könnten es kaum. Da sich heute der gegenteilige Brauch eingebürgert hat, müßte jede Frau ihre gesamte Umgebung bekämpfen.(…) Dennoch gibt es manchmal noch junge Frauen, die der Mode und dem Geschrei trotzen und unerschrocken ihre natürlichen Pflichten erfüllen. Möge ihre Zahl sich vermehren durch das Glück, dass denen bestimmt ist, die sich diesen Pflichten unterziehen.“

(J.-J. Rousseau, Emile oder Über die Erziehung, 1762)

Der Mutterarchetyp nach C.G. Jung

„das „Mütterliche“: schlechthin die magische Autorität des Weiblichen; die Weisheit und die
geistige Höhe jenseits des Verstandes; das Gütige, Hegende, Tragende, Wachstum­,
Fruchtbarkeit und Nahrungsspendende; die Stätte der magischen Verwandlung, der
Widergeburt; der hilfreiche Instinkt oder Impuls; das Geheime, Verborgene, das Finstere,
der Abgrund, die Totenwelt, das Verschlingende, Verführende, und Vergiftende, das
Angsterregende und Unentrinnbare.“

(C.G.Jung, 1938)